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Hepatitis B

Der Erreger der Hepatitis B, das Hepatitis B-Virus, wird in der Regel durch Sexualverkehr und durch Blut übertragen.

Das Hepatitis B-Virus infiziert wie das Hepatitis A-Virus in erster Linie die Leber. Klinisch ist eine Hepatitis B von einer Hepatitis A nicht zu unterscheiden. Ihr Verlauf ist aber schwerer. Die Hepatitis B-Virusinfektion kann in 5-10 % der Erkrankungen chronisch verlaufen und in eine Leberzirrhose (Schrumpfleber) oder ein Leberzellkarzinom übergehen.

Ein gutverträglicher Impfstoff steht zur Verfügung. Die Grundimmunisierung besteht aus 3 Dosen (2 Dosen im Abstand von 4 Wochen und die 3. Dosis nach 6-12 Monaten). Eine beschleunigte Immunisierung ist möglich, erfordert aber eine 4. Dosis.

Gelegentlich kann es als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff innerhalb von 1 - 3 Tagen zu Rötung und Schwellung oder Schmerzen an der Impfstelle kommen.

Allgemeinsymptome wie leichte bis mäßige Temperaturerhöhung, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Störungen des Magen-Darm-Traktes kommen ebenfalls häufig (1-10%) vor. Eine Erhöhung der Leberenzymwerte wird vereinzelt (<1:10.000) in zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung beobachtet. In Einzelfällen wird über anaphylaktische und allergische Reaktionen berichtet.

Für Erwachsene, speziell bei besonderer Gefährdung, wird 4 - 8 Wochen nach Abschluss der Grundimmunisierung eine Kontrolle des Impferfolges mittels Antikörperbestimmung empfohlen.