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Hepatitis A

Der Erreger der Hepatitis A, das Hepatitis A-Virus, wird fäkal-oral übertragen.

Das Virus wird von Infizierten mit dem Stuhl ausgeschieden und durch direkten Kontakt, verunreinigte Nahrungsmittel oder verunreinigtes Trinkwasser aufgenommen. Insbesondere Muscheln, Austern und andere Schalentiere können das Hepatitis A-Virus in hohen Konzentrationen enthalten, wenn sie in fäkal kontaminierten Gewässern wachsen.

Aufgrund des Übertragungsweges ist die Durchseuchung der Bevölkerung in Ländern mit niedrigem Hygienestandard besonders hoch. In den westlichen Ländern kam es zu einem kontinuierlichen Rückgang der Erkrankungshäufigkeit, so dass immer weniger Jugendliche und Erwachsene eine Immunität besitzen.

Das Hepatitis A-Virus infiziert in erster Linie die Leber. Nach einer Inkubationszeit (Zeitraum von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) von 15 - 49 Tagen, treten Fieber, Übelkeit, Erbrechen, "grippeähnliche" Symptome, und Oberbauchbeschwerden auf. Eine Gelbsucht (Ikterus) kann 3 - 10 Tage nach Krankheitsbeginn auftreten. Schwere Krankheitsverläufe nehmen in höheren Altersgruppen zu. Bei ca. 90% aller Kinder verläuft die Infektion anikterisch (ohne Gelbsucht) oder klinisch völlig unauffällig.
Im Allgemeinen klingt die Infektion nach 4 - 8 Wochen folgenlos ab. Chronische Infektionen sind nicht bekannt.

Eine Impfung ist bei Reisen in Länder mit Hygienemängeln grundsätzlich zu empfehlen. Die Schutzwirkung beginnt ca. 2 Wochen nach der ersten Impfung. Eine zweite Impfung nach 6 - 12 Monaten verlängert den Impfschutz je nach Impfstoff auf bis zu 25 Jahre.

Gelegentlich kann es als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff innerhalb von 1 - 3 Tagen zu Rötung und Schwellung oder Schmerzen an der Impfstelle kommen. Allgemeinsymptome wie leichte bis mäßige Temperaturerhöhung, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Störungen des Magen-Darm-Traktes kommen ebenfalls häufig (1-10%) vor. Eine Erhöhung der Leberenzymwerte wird vereinzelt (<1:10.000) in zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung beobachtet.

Über Komplikationen wie z.B. allergische Hautreaktionen oder Erythema multiforme wird selten bis sehr selten berichtet.

Bei vor 1950 Geborenen ist die Testung auf HAV-Antikörper vor der ersten Impfung sinnvoll. Bei Nachweis von Antikörpern ist eine Impfung auch künftig überflüssig.