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Gelbfieber

Gelbfieber ist eine von tag- und nachtaktiven Mücken übertragene Virusinfektion. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nur im Ausnahmefall durch Blutspenden möglich. Die Inkubationszeit beträgt 3-6 Tage.

Die Krankheit verläuft üblicherweise in zwei Phasen:

- Die Infektion beginnt plötzlich mit Fieber und allgemeinen grippeähnlichen Symptomen. Innerhalb von 3-4 Tagen bilden sich die klinischen Symptome zurück und es tritt eine Genesung ein.

- Bei ca. 15% der Erkrankten kommt es nach einer Woche zu einer dramatischen Verschlechterung mit Blutungen, Gelbsucht und Organversagen. Diese Komplikationen führen oft zum Tode.

Weltweit werden pro Jahr ca. 200.000 Erkrankungsfälle und 30.000 Sterbefälle innerhalb der einheimischen Bevölkerung der Endemiegebiete geschätzt.

Erkrankungen bei Reisenden sind dank der für die Endemiegebiete vorgeschriebenen Impfungen sehr selten.

Ein sicherer und gut verträglicher Lebendimpfstoff steht zur Verfügung. Für die Herstellung werden abgeschwächte Viren des 17D-Stammes auf Hühnerembryonen vermehrt. Zu den Kontraindikationen gehören daher Hühnereiweißallergie und Immunschwäche.

Nach einer einmaligen Dosis tritt der Impfschutz nach ca. 10 Tagen ein und hält mindestens 10 Jahre an. Gelegentlich kann es als ein Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff innerhalb von 1-3 Tagen zu Rötungen an der Impfstelle mit Schmerzhaftigkeit und Schwellung kommen. Grippeähnliche Symptome wie leichtes Fieber, Frösteln sowie Kopf- und Gliederschmerzen können gelegentlich 4-7 Tage nach der Impfung auftreten, klingen aber in der Regel rasch und folgenlos ab.