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Diphtherie

In Deutschland sehr selten geworden, tritt die Krankheit in anderen Ländern noch häufiger auf. Begünstigt wird dies durch schlechte sozioökonomische Bedingungen und ungenügende Impfprävention.

Das Diphtherie-Bakterium besiedelt die Rachenschleimhaut und wird als Tröpfcheninfektion (beim Husten, Niesen, Sprechen) übertragen. Die Krankheit beginnt nach einer Inkubationszeit von 2 - 5 Tagen mit Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und evtl. Fieber. Auf den Tonsillen (Mandeln) bildet sich ein grau-weißer Belag. Charakteristisch ist ein schweres Krankheitsgefühl. Der Erreger kann ein Toxin (Gift) bilden, das den Herzmuskel, die Nieren und peripheren Nerven schädigen kann. Die Letalität der Diphtherie liegt heute bei 5 - 10%.

Nach überstandener Krankheit ist die Immunität nur sehr gering.

Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt eine Auffrischimpfung im Abstand von 10 Jahren nach der Grundimmunisierung.

Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann bei bis zu 20% der Impflinge innerhalb von 1 - 3 Tagen zu Rötung und Schwellung oder Schmerzen an der Impfstelle kommen. Sehr selten bildet sich ein kleines Knötchen an der Injektionsstelle. Allgemeinsymptome wie leichte bis mäßige Temperaturerhöhung, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Störungen des Magen-Darm-Traktes sind gelegentlich zu beobachten. Einzelfälle allergischer Sofortreaktionen werden beschrieben.